07
Juni
2018
|
15:11
Europe/Amsterdam

Startup Intelligence Center

Was wir von Startups lernen können

 

Mitten in Berlins hipper Startup-Szene für Daimler Financial Services arbeiten? Das geht! Maximilian Bade, zuständig für Innovation Management & Partnerships bei Daimler Financial Services, sucht mit der Berliner „Factory“ nach jungen Unternehmen, die neue Lösungen für unsere Dienstleistungen anbieten. Wie das funktioniert und worauf es dabei ankommt, berichtet er hier.

Maximilian Bade - Entspannte Jazz-Musik, junge Männer und Frauen klimpern auf der Tastatur ihrer Laptops oder nippen an ihrem Cappuccino. Ein bisschen klischeehaft ist es hier schon in der Factory, einem Co-Working Space direkt neben dem Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg, wo für die nächsten drei Monate mein Arbeitsplatz sein wird. Aber irgendwie auch angenehm. Die Factory sitzt in einem ehemaligen Fabrikgebäude und unterstützt Startups und digital arbeitende Unternehmen bei der kreativen Zusammenarbeit. Ich bin hier, weil auch wir uns mit dem Startup Intelligence Center von Daimler Financial Services einen Platz gesichert haben. Aber warum eigentlich?

Der digitale Fortschritt ist rasant und macht es zusammen mit neuen Kundenwünschen notwendig, unser Angebot rasch weiterzuentwickeln. Das kreative Umfeld der Factory ist dabei eher ein angenehmer Nebeneffekt. Gemeinsam suchen wir gezielt nach Startups, die uns mit ihrem Know-how und neuen Technologien unterstützen. Da ist es für mich als Startup Scout natürlich von Vorteil, wenn ich da bin, wo auch die Startups sind. Sobald wir ein Optimierungspotenzial für unsere Dienstleistungen entdeckt haben, kann ich mich hier direkt mit interessanten Startups vernetzen. Die bieten dann die Technologien und Lösungen für ein noch besseres Anwendererlebnis unserer Dienste. Hier kommt die Factory Berlin als Scouting-Partner ins Spiel: Sie sucht nach unserem Briefing nach jungen Unternehmen, die zu unseren Anforderungen passen, und bringt uns mit ihnen zusammen.

Gründer vs. Idee: Worauf es ankommt

Unser Fokus liegt beim Scouting auf Startups aus den Bereichen FinTech (Technologie für Finanzdienstleistungen), InsurTech (Technologie für Versicherungsdienstleistungen) sowie Mobilitätsdienstleistungen. Außerdem verfolgen wir gezielt Technologien wie Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und Blockchain. Um die richtigen Startups zu identifizieren, ist es beim ersten Kontakt besonders wichtig, gut zuzuhören und die passenden Fragen zu stellen. Dabei geht es nicht nur darum, die Idee des Unternehmens zu verstehen, sondern auch seine Zukunftspläne, Ausrichtung und Gründer kennenzulernen und zu erfahren, ob sie schon erste Kunden von ihrem Produkt überzeugt haben.

Denn: Es kommt nicht nur auf die Idee an, sondern auch auf die Gründerpersönlichkeiten. Ideen gibt es viele – einzigartig sind sie aber selten. Entscheidend ist, die Idee auch wirklich weiterzuentwickeln und ein Geschäft daraus zu machen. Für mich ist es deshalb besonders wichtig, die Gründerteams persönlich kennenzulernen – denn am Ende des Tages ist es ein „people business“. Und es ist wichtig, mehr an neue Gelegenheiten zu denken statt an Barrieren: Wenn das Team eines Startups interessant ist, ihr aktuelles Produkt aber nicht perfekt in unser Angebot passt, kann es für uns trotzdem hilfreich sein, in Kontakt zu bleiben und auf langfristige Sicht Partner zu werden.

 

Geben und Nehmen

Zu meinem Job als Startup Scout gehört es auch zu lernen, wie wir bei Daimler Financial Services bestmöglich mit Startups zusammenarbeiten können. Auf Messen und Veranstaltungen haben die Gründer meist viele Fragen: Wie können sie uns ihre Technologien zugänglich machen? Wie können wir die Zusammenarbeit bei einem Prototyp ideal gestalten? Der aktive und persönliche Austausch hilft uns, gemeinsam Verständnis für aktuelle Kundenbedürfnisse zu entwickeln, die richtigen Partner für unsere Projekte zu finden und Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Die Zusammenarbeit ist dabei keine Einbahnstraße: Wir bieten Startups die Chance, ihre Technologien zu verbessern, gemeinsam mit uns zu erproben und letztendlich selbst als Unternehmen zu wachsen und erfolgreich zu sein. So entsteht im Idealfall eine Win-Win-Situation. Ganz konkret arbeiten wir mit der Factory zum Beispiel aktuell an einem Projekt, das sich damit befasst, komplexe Verträge mittels Augmented Reality-Technologie zu vereinfachen: Schwierige Vertragspassagen sollen mittels bildlicher Darstellung einfacher zu verstehen sein. Oft geht es also darum, unseren Kunden das Leben so einfach wie möglich zu machen. Wenn das mal keine Motivation ist!

 

Hier geht es zur Factory.

 

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