21
November
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Vom Kunden-Chat ans Steuer

Von Valerie Lang – Kennen Sie den Werbespot zum neuen E-Klasse T-Modell? Ein Junge sitzt auf der Rückbank und schaut wie gebannt auf den See vor ihm: Die Wasseroberfläche kräuselt sich, dicke Regentropfen rinnen an der Windschutzscheibe herunter. Ob das Ungeheuer von Loch Ness gleich seine Fratze zeigt?-

Papa sitzt entspannt vorne. „Na, passiert was? Oder passiert nichts?“, raunt der Sprecher des Werbefilms. „Es gibt ein Auto, das es schon vorher weiß…“, wird das neue PreSafe Sound-System angepriesen.

Irre, dachte ich mir, als ich den Werbespot zum ersten Mal gesehen habe. Und dann kam die Möglichkeit, die neuesten Mercedes-Modelle und vor allem auch die Assistenzsysteme selbst kennenzulernen.

Seit dem Sommer bin ich Mitarbeiterin im Customer Contact Center der Mercedes-Benz Bank in Saarbrücken. Im „ CCC“, wie wir es nennen, betreue ich den Online Store und den Mercedes–Benz Chat. Heutzutage kann sich der Kunde abends auf der Couch sitzend einen neuen Mercedes kaufen, per Mausklick. Ergeben sich Fragen rund um den Bestellvorgang oder zum Modell, dann stehen wir als Team des „CCC“ telefonisch und via Chat beratend zur Seite.

Die Fragen sind zum Teil schon ganz schön speziell. Die Kunden stöbern auf der Mercedes-Benz Homepage, schauen sich die Modelle an, lesen über Assistenzsysteme und Motorisierungen und treten mit mir in Kontakt; ganz einfach über das kleine rechteckig-blaue Fensterchen „Live Chat“. Dann schreiben Sie los:

„Können Sie mir sagen, welchen Neigungsgrad die Rückbanklehne des GLC hat?“

„Wie kann die neue E-Klasse „alleine“ einparken?“

Um die Fragen beantworten zu können, arbeite ich mit einem digitalen Nachschlagewerk und beziehe mich auf technische Angaben, Bilder und Erklärungen, die ich dort finde. Das funktioniert, ist aber ziemlich theoretisch. Umso besser, dass wir Bank-Mitarbeiter immer wieder die Gelegenheit bekommen, die neuen Modelle live kennenzulernen.

Selbst erlebt ist besser, als irgendwo gelesen

Letzte Woche zu Gast bei uns in Saarbrücken: Das E-Klasse T-Modell und das GLC Coupé. Nach einer kurzen Informationsveranstaltung zu den Fahrzeugen und deren Ausstattung ging es auf die Straße.

Aha, so fühlt sich also dieser Aktiv-Multikontursitz an, der sich individuell an meine Statur anpasst. Die aufgeblasenen Luftkammern in der Sitzlehne vermitteln mir in jeder Kurve auf jeden Fall ein wohliges, sicheres Gefühl.

Auch wie das mit der automatischen Einparkhilfe genau funktioniert, konnte ich mir bisher nur schwer vorstellen. Unter uns, die vorgefundene Parklücke hätte ich unter anderen Umständen gar nicht ausgesucht – viel zu klein erschien sie mir. Das Auto parkt sicher ein.

Durch Betätigung des Blinkers für zwei Sekunden wechselt das Auto selbstständig die Spur. Es kostet Überwindung, sich auf das teilautonome Fahren einzulassen, die Systeme kennenzulernen. Natürlich probiere ich es trotzdem aus, sonst kann ich nicht authentisch antworten, wenn der nächste Kunde danach fragt.

Es ist etwas passiert!

Zurück an meinem Arbeitsplatz warte ich auf die nächste Kundenanfrage und erinnere ich mich an die Frage aus dem Loch Ness-Werbespot. „Passiert was? Oder passiert nichts?“

Mit mir ist etwas passiert. Die Eindrücke von meinem Fahrerlebnis bereichern mein Nachschlagewerk-Wissen, geben mir Sicherheit. Als die nächste Chatanfrage auf meinem Bildschirm aufpoppt, fällt meine Antwort, nun mit Erfahrungsbericht, ein bisschen länger aus.

Kommentare 1 - 5 (5)
Danke für Ihre Nachricht.
haßdenteufel ernie
26
November
2016
sehr gelungen und nah, finde ich. kannst stolz sein. gratulation.hoffentlich wirst du belohnt. lg
Jan Elsigk
25
November
2016
Super schöner Beitrag! Daumen hoch !
Marion Krüger-Altena
24
November
2016
War ein tollesFahrerlebnis - Danke für den super Beitrag!
Werner Martin
24
November
2016
Sehr schöner Beitrag!
Werner Martin
24
November
2016
Sehr schöner Beitrag!