02
Juni
2017
|
11:02
Europe/Amsterdam

Inklusion: Mercedes-Banker werkeln für Menschen mit Behinderung

Von Kaja Lutz – „Gee Moije – unn sinn na all fit?“ begrüße ich meine Kollegen, die bereits vor unserem Mercedes-Benz Bank Service Center auf den Bus warten. Insgesamt sind wir 80 Banker, die für den Einsatz auf der Rexroth-Höhe in Kleinblittersdorf einen Tag lang statt Computermaus und Telefon einen Sparten, Pinsel oder Hammer in die Hand nehmen.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Gemeinsam geht es den steilen Berg hoch zur Rexroth-Höhe in Kleinblittersdorf. Unser Ziel: Die Verschönerung der Außenanlage der Wohnstätte von der Lebenshilfe Obere Saar e.V. Rund 200 Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung leben dort. Damit sie am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können, werden sie intensiv pädagogisch und medizinisch betreut sowie ihre Fähigkeiten gefördert.

Bei unserer Ankunft - mitten im Grünen - werden wir herzlich von den Bewohnern und Raphael Weissmann, Wohnbereichsleiter der Lebenshilfe, begrüßt. Stolz berichtet er, dass die Wohnstätte in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Da es aber oftmals an Zeit für Arbeiten rund ums Haus mangele, sei er glücklich, dass wir heute gekommen seien, um gemeinsam mit den Bewohnern anzupacken. Bevor es losgeht, stärken wir uns beim gemeinsamen Frühstück – ganz nach der saarländischen Devise „Hauptsach gudd gess – geschafft han mir schnell“. Dann steht auch schon die Arbeitseinteilung an. Jeder hat sich ein Gewerk ausgesucht: Vom Anlegen eines Bouleplatzes, zum Aufbau einer Grillstelle bis hin zu Malerarbeiten an der Fassade. Spontan schließe ich mich dem Malerteam an. Trotz meiner Höhenangst besteige ich mit Eimer und Pinsel bepackt das Gerüst. Nachdem Andy, Malermeister und Anleiter, uns den richtigen Schwung des Pinsels gezeigt hat, geht es mit der Dachholzlasur los. Nachdem wir zu sechst das Holz bearbeitet haben, wird es Zeit für die wohlverdiente Mittagspause. Die Unterhaltung ist klasse: Kai-Uwe, ein Bewohner, stellte sich als wahrer Entertainer heraus. Mit lustigen Anekdoten und Geschichten aus dem Saarland bringt er uns richtig zum Lachen.

„Scheeen mache na das, sieht subba aus.“

Nach der Pause geht es bei der Fassade ans Eingemachte – ein moderner Beigeton soll das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen lassen. Nach kurzer Zeit steht Bewohner Henning am Gerüst und lobt unsere Arbeit mit den Worten „scheeen mache na das, sieht subba aus“. Von unserem Malermeister erhalten wir einige Minuten später eine weitaus kritischere Beurteilung – und Nachhilfe.

Gegen 17 Uhr neigte sich der – ehrlich gesagt körperlich schon sehr anstrengende – Einsatz dem Ende zu. Mit Farbflecken in Haar und Gesicht schaue ich mir die Ergebnisse meiner Kollegen an. Einige waren besonders kreativ und haben aus schlichten Baumstämmen Sitzbänke und Tische gebaut. Eine andere Gruppe hat einen Bouleplatz errichtet, der übrigens eine therapeutische Wirkung hat und sogar persönlich vom Europameister, Sascha Löh, eingeweiht wurde. Den Bouleplatz hätte er sicher schon gerne während sein Zeit als Zivi auf der Rexroth-Höhe gehabt. Ein paar Schritte weiter schwenkt bereits der Schwenker den leckeren Schwenker auf dem neuen Schwenker. Das ist saarländisch und bedeutet, dass der neu geschaffene Grillplatz mit leckerem Grillfleisch für die fleißigen Helfer in Betrieb genommen wird. Wir Saarländer sind effizient: ein Wort, drei Bedeutungen.

Gemeinsam Gutes tun macht Spaß

Ich freue mich jedes Jahr auf den Day of Caring, denn das bedeutet für mich: Spaß im Team, Abwechslung und das Wissen, dass man einen Unterschied macht. Es ist immer wieder aufs Neue schön zu sehen, was man am Ende des Tages gemeinsam geschafft hat. Das schweißt zusammen.

Über den Day of Caring

Seit 2006 engagieren sich die Mercedes-Benz Bank und Daimler Financial Services mit dem „Day of Caring“ für gemeinnützige Projekte in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Standorte Stuttgart, Saarbrücken und Berlin. Mitarbeiter werden einen Tag lang von der Arbeit frei gestellt, um sich gemeinsam mit Kollegen für ein soziales Projekt einzusetzen.

In Saarbrücken haben sich die Mercedes-Banker bereits jeweils einen Tag für das „Grüne U“ in Malstatt, den Evangelischen Kindergarten in Burbach, die Jugendbildungsstätte Angela Braun der AWO in Völklingen-Lud Weiler sowie die Kirchbergschule in Mal statt eingesetzt.

Weitere Einblicke in den Day of Caring gibt es auf der Daimler Website.

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