27
Oktober
2017
|
10:30
Europe/Amsterdam

Von der Idee zur Weltpremiere

Einzug der Telematik in die Kfz-Versicherung

 

Von Markus Brandt - Die Nervosität steigt, die Scheinwerfer gehen an und dann ist es soweit. Wir sind auf der IAA 2017, stehen auf der Bühne in der Festhalle und stellen im Rahmen der me convention unsere erste telematikbasierte Autoversicherung „InScore“ vor. Doch wie entwickelt man eigentlich so ein Produkt?

Darum geht es: Pay How You Drive

Die Idee einer telematikbasierten Versicherung trieb uns bei Daimler Insurance Services schon länger um. Schließlich wurde es konkret: Ein Projekt wurde aufgesetzt und schnell ein Name gefunden. Der war auch gleich Programm: „Pay How You Drive“. Konkret bedeutet das, dass der Fahrer bei einem verantwortungsvollen Fahrstil mit einer günstigeren Prämie belohnt wird. Eine spannende Innovation, doch zum Marktstart ist es noch ein weiter Weg. Denn die Entwicklung eines solchen Produkts ist komplexer als gedacht. Festzulegen ist, wie viel Nachlass wir unseren Kunden gewähren können, wie wir die Prozesse gestalten und welche Daten für das entsprechende Scoring-Modell zur Verfügung stehen sollen. Eine besondere Herausforderung ist das Thema Datenschutz: Wir prüfen, wer welche Daten wofür nutzen darf, um einen Missbrauch ausschließen zu können. Hinzu kommt, dass wir über den deutschen Markt hinaus denken müssen, denn das Produkt soll in weiteren Märkten ausgerollt werden.

„InScore“ kombiniert Fahrstil und Versicherungsprämie

Gemeinsam mit unserem Versicherungspartner HDI tüfteln wir fortan an der neuen Versicherungslösung. Die notwendige Technik für eine vollintegrierte Versicherungslösung in unseren Mercedes-Benz Fahrzeugen ist mittlerweile bei neuen Modellen vorhanden: Sogenannte Telematic Control Units, die werkseitig bereits in der aktuellen E-Klasse und S-Klasse verbaut werden, sammeln und übertragen die entsprechenden Daten. Jetzt fehlt nur noch eines: der Produktname! „InScore“ erhält bei unserer internen Abstimmung die meisten Stimmen – eine Zusammensetzung der Wörter „Insurance“ und „Score“.

Ende 2016 ist es dann soweit: Wir starten die Pilotphase! Um das Produkt und die Prozesse auf Herz und Nieren zu prüfen, werden unsere Dienstwagenfahrer zu Testfahrern. Ihr Feedback hilft uns, die Prozesse zu verbessern. Jetzt geht es in den Endspurt: Wir treffen letzte Vorbereitungen für die Produkteinführung. Dann ist endlich der große Tag da: Wir präsentieren „InScore“ erstmals der Öffentlichkeit – und das auf der IAA 2017! Welch tolle Bühne für den Startschuss.

Der erste große Schritt in Richtung telematikbasierter Versicherung ist also getan. Kunden können ihren „Driver Score“ jederzeit über die Kundenplattform „Mercedes me“ einsehen – und gegensteuern, falls nötig. Schlechter stellt sich damit keiner im Vergleich zum Standardprodukt, aber ein Kostenvorteil von bis zu 20 % ist je nach Fahrweise drin. Doch wir haben noch mehr vor: Die Technik in unseren Fahrzeugen entwickelt sich ständig weiter und mit ihr unser Scoringmodell. Künftig können wir unseren Kunden ein noch detaillierteres Feedback, verbunden mit Tipps zu ihrem Fahrverhalten, geben. Schön zu sehen: Die Vorteile der Digitalisierung kommen also in der Produktgestaltung und beim Kunden an.

Weitere Informationen rund um InScore finden Sie hier oder in unserem Produktfilm.

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