12
Januar
2018
|
09:56
Europe/Amsterdam

Berufseinstieg

Einmal Praktikum und weiter

 

Recht nervös betrat ich vor einem Jahr zum ersten Mal die Mercedes-Benz Bank. Anlass war mein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum. Ich kam mir vor wie „Super Mario“ und lief los. Schon bald folgte das nächste Level.

Von Theresa Grimm - „Und, was machst du nach dem Master?“ - Je näher sich mein Studium der Wirtschaftsmathematik dem Ende neigte, desto öfter bekam ich diese Frage zu hören. Wo es danach für mich hingehen sollte, wusste ich selbst nicht so genau. Es fehlte noch die Masterarbeit, aber davor wollte ich Praxiserfahrung sammeln.

Bei meiner Suche nach einem Praktikumsplatz stieß ich auf die Ausschreibung der Abteilung „Risk Instruments“ der Mercedes-Benz Bank. Bis dahin lag mein Fokus auf der Versicherungsbranche und eine Bank hatte ich als Arbeitsplatz bisher nicht wirklich in Betracht gezogen. Nichtsdestotrotz weckte die Ausschreibung mein Interesse. Also fackelte ich nicht lange und bewarb mich. Im Bewerbungsgespräch erfuhr ich, dass es sogar die Möglichkeit gibt, die Masterthesis im Unternehmen zu schreiben – Bingo!

Level 1: Das Labyrinth

Oktober 2016. Der erste Tag, natürlich mit Lampenfieber. Als ich meine Agenda für die nächsten Tage sah, war meine Nervosität jedoch schnell verflogen: Neben Teambesprechungen und Projektmeetings hatten mich die Kollegen sogar direkt für einen Besuch des Cannstatter Wasens eingeplant. Kurzerhand ergab sich für mich auch noch die Chance, in einem Projekt mitzuarbeiten, in dem eine Standardisierung der Scoring-Lösungen zur Kreditvergabe für Deutschland und weitere Landesgesellschaften von Daimler Financial Services erarbeitet werden. Hier konnte ich Credits sammeln. Da ich aufs nächste Level wollte, sprach ich meinen Chef auf das Thema Abschlussarbeit an.

 

Level 2: Die Forscherin

Als Masterandin standen mir für die sechs Monate gleich zwei Betreuer zur Seite. Ich tauchte ein in die Welt der Statistik. Ausgerüstet mit einer Handvoll Modellen musste ich mich durch einen nahezu undurchdringlichen Daten-Dschungel kämpfen. Das Ziel: Die passende Methodik zur Prognose der Ausfallwahrscheinlichkeit von Kunden zu finden. Auf der Suche war die Erfahrung meiner Betreuer für mich goldwert.

Inzwischen war mir klar: Hier möchte ich bleiben! Also versuchte ich mein Glück ein weiteres Mal und sprach meinen Chef auf eine berufliche Perspektive an. Und siehe da, in dem Projektteam war tatsächlich eine Stelle frei geworden. Jetzt galt es nur noch eine Hürde zu überwinden, um das nächste Level zu erreichen. Am nächsten Tag lag meine Bewerbung auf dem Tisch, ein paar Wochen später der Arbeitsvertrag in meinen Händen. Überglücklich konnte ich mich die restlichen vier Monate voll und ganz meiner Masterarbeit widmen.

Level 3: Die Mitarbeiterin

Ende Oktober hatte ich den Master als Wirtschaftsmathematikerin in der Tasche. High Score! Ein paar Tage später ging es dann wieder durch die Drehtür der Mercedes-Benz Bank, dieses Mal als Mitarbeiterin. Jetzt kümmere ich mich um die Einführung von Modellen zur Risikoklassifikation in die Systeme der Bank, konzipiere verschiedene Tests und führe sie durch. Darüber hinaus erstelle ich umfangreiche Analysen von Verfahren, die rund um Kreditentscheidungsprozesse eingesetzt werden. Der Daten-Dschungel hat sich für mich inzwischen gelichtet.

 

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