16
September
2016
|
10:24
Europe/Amsterdam

Berufseinstieg mit Zwischenstopps

Von Jens Holder – De Madrid al cielo (frei übersetzt: „Schöner als Madrid ist es nur im Himmel“) - über dieses madrilenische Sprichwort lässt sich selbstverständlich streiten. Jedoch spiegelt es klar und deutlich den Stolz und die Lebenslust wider, die die spanische Hauptstadt umgibt. Meine Freude war deshalb riesig, als feststand, dass mich mein Traineeprogramm nach Madrid führt. Zurück in die pulsierende Metropole, in der ich während meines Studiums ein Auslandssemester verbracht habe. Madrid sollte gleichzeitig auch den Beginn des Traineeprogramms und meinen Einstieg bei Daimler Financial Services bedeuten.

Die CAReer-Route

Das CAReer-Programm ermöglicht es Absolventen, in bis zu 18 Monaten in verschiedenen Projekten bei Daimler Financial Services und der Tochtergesellschaft, der Mercedes-Benz Bank, mitzuarbeiten. Die drei- bis viermonatigen Stationen verteilen sich auf verschiedene Bereiche im In- und Ausland, dazu zählen auch die Automobilproduktion oder der Einsatz in einer Niederlassung. Eine tolle Chance, verschiedenste Einblicke zu bekommen, sich einen unternehmensübergreifenden Überblick zu verschaffen und Kollegen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennenzulernen. Veranstaltungen, Seminare und Workshops, aber auch soziales gesellschaftliches Engagement gehören dazu.

Station 1: Madrid – von Kennzahlen, Herzlichkeit und Spitzenfußball

Bei Mercedes-Benz Financial Services España im Norden Madrids hatte ich die Gelegenheit, parallel in den beiden Abteilungen Credit & Operations mitzuarbeiten. Ich beschäftigte mich vor allem mit Kennzahlen zur Performance-Messung. Während bei Credit private und gewerbliche Kreditentscheidungen über Fahrzeugverträge getroffen werden, umfasst Operations unter anderem die vollständige Kundenbetreuung im Rahmen der gesamten Vertragsabwicklung. Außerdem hatte ich in Madrid die Chance, in die spanische Niederlassung der Mercedes-Benz Bank zu schnuppern.

Von den spanischen Kollegen vor Ort wurde ich sehr herzlich aufgenommen, so dass mir der Einstieg wahrlich leicht gefallen ist. Nach Feierabend und am Wochenende bietet Madrid weit mehr als nur Tapas. Nicht nur europäischer Spitzenfußball und eine Vielzahl an kulturellen Hochkarätern lassen den fehlenden Strand in der vermeintlich „spanischsten aller spanischen Städte“ schnell vergessen. Die vier Monate vergingen wie im Flug und ich blicke jetzt auf eine tolle Zeit zurück. Zum Abschied schenkten mir meine Kollegen, pünktlich zur EM, das Trikot der Furia Roja, der spanischen Fußballnationalmannschaft – mit einem Augenzwinkern, versteht sich ;-)

Zwischenstopp bei den „Jungen Wilden“

Mein zweites Projekt führte mich nach Stuttgart: Dieses Mal ging es für mich in eine Start-up-Umgebung mit dem vielversprechenden Namen „Junge Wilde“. Start-ups und Design Thinking sind ja zurzeit in aller Munde. Jedoch folgte dieses Start-up-Projekt made by Mercedes-Benz Bank einem Ansatz ganz spezieller Art: In der ersten Phase gab der Vorstand zehn ausgewählten Mitarbeitern – Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet – den Auftrag, sich vier Wochen lang Gedanken zum zukünftigen Geschäftsmodell der Bank zu machen. Loszulaufen „auf der grünen Wiese“ sozusagen, mit nichts als einem Stift und einem weißen Blatt Papier, um Ideen zu sammeln. Das Ganze fernab vom Alltagsgeschäft und außerhalb des Bankgebäudes, um mit frischem Blick und ohne mögliche Betriebsblindheit die volle unternehmensinterne Innovationskraft zu nutzen. In den nächsten Monaten sind wir dann eingetaucht in die Verifizierung des ausgewählten Geschäftsmodells.

Die außergewöhnliche Arbeitserfahrung in einer agilen Start-up-Umgebung inklusive Design Innovation Sprints und komplett losgelöstem Denken vom Unternehmensalltag machte das Projekt für mich zu einer außerordentlich spannenden Sache. Und auch das Resultat, das Geschäftsmodell für die spätere Neugründung eines eigenen Unternehmens, kann sich sehen lassen – so viel darf ich vorab schon einmal verraten.

Nächsten Etappen: Einmal Konzernmutter und zurück

Nach einem Kurzdurchlauf im Service Center in Berlin führt mich mein nächster Projekteinsatz nun in den Daimler-Konzern zu den After-Sales-Kollegen, denn: Ebenfalls ein elementarer Teil des Traineeprogramms ist ein Einsatz über die Geschäftsfelder hinweg. Ich freue mich auf die neuen Kollegen, meine zukünftigen Aufgaben und die neuen Einblicke, die sowohl dort als auch in den letzten beiden Projekten zurück bei der Bank bereits auf mich warten. Mit all den Erfahrungen im Gepäck geht das CAReer-Programm für mich danach zu Ende und mein Weg bei Daimlers Finanzsparte weiter.

Interessiert am CAReer-Programm? Hier geht es zu weiteren Infos. Einblicke in Karrierethemen bei der Mercedes-Benz Bank gibt es auch von unserer DH-Studentin Julia Behrens.
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