01
Dezember
2017
|
08:17
Europe/Amsterdam

Goodbye for one year

Auf dem Koffer: Planungen für ein Sabbatjahr

Ein Jahr Auszeit und zurück: Verena Bartosz, zuständig für Executive Placements and Administration im HR-Bereich von Daimler Financial Services, sagt ihrem Arbeitsalltag für ein Jahr Ade und startet in ein Sabbatical. Von ihren Vorbereitungen berichtet sie hier.

 

Von Verena Bartosz - Einfach mal die Füße in den Sand stecken und den Wellen lauschen. Wie oft habe ich davon geträumt, während ich im Büro saß. Davon träumen vermutlich viele, doch für mich wird das jetzt Realität. Ab Februar habe ich massenhaft freie Zeit. Für Reisen, meine Hobbys und für Dinge, die ich schon längst mal tun wollte. Und das für ganze zwölf Monate! Meinen Job muss ich dafür nicht kündigen: Ich mache ein Sabbatical. Ein Jahr verlängerter Sonderurlaub sozusagen – mit der Garantie, danach wieder ins Unternehmen zurückkehren zu können.

„Mach doch ein Jahr frei!“

Seit fast sieben Jahren arbeite ich bei Daimler Financial Services, vier Jahre davon auf meiner jetzigen Position. Ich liebe meinen Job. Für meine Hobbys bleibt aber oftmals weniger Zeit, als ich mir wünschen würde: Ich bin ausgebildete Yogalehrerin und möchte eigentlich regelmäßig unterrichten. Bisher war das mit meinem Vollzeit-Job jedoch schwer zu vereinbaren. Meine zweite große Leidenschaft ist das Malen. Doch auch hier ist nicht einfach, neben meinem Berufsalltag Ausstellungen zu realisieren und alle meine Ideen umzusetzen. Für mich stand also fest: Ich möchte eine Auszeit nehmen.

Ursprünglich hatte ich an drei Monate gedacht. Unter der Devise „wenn schon, denn schon“ habe ich inzwischen ein ganzes Jahr beantragt. Meine Chefin hat es mir aber auch leicht gemacht, weil sie im Gespräch ganz offen für meine Pläne war.

Gute Planung ist alles

Anfang 2017 stand fest: Ich werde den Mühlen des Alltags für zwölf Monate entfliehen. Ein Jahr Urlaub, here I come! Aber bevor es so weit ist, gab es noch ein paar Dinge zu klären. Erstmal musste auch das OK von einer höheren Führungsebene vorliegen, da so eine Entscheidung nicht von mir und meiner Teamleitung allein getroffen wird. Dazu gingen wir rasch ins Gespräch – also ein ganzes Jahr bevor es eigentlich losgehen sollte. Ich glaube, diese lange Vorlaufzeit war entscheidend; denn so konnten sich alle auf mein Fehlen einstellen. Es blieb genug Zeit, meine Themen zu übergeben und Kollegen einzulernen – und ich habe niemanden mit meiner Entscheidung überrumpelt. Mein Team hat sich von Anfang an für mich gefreut und ist schon gespannt auf regelmäßige Updates aus aller Welt.

Gehalt und Wiedereinstieg

Mit meinem zwölfmonatigen Sabbatical nehme ich das Maximum an Auszeit, das bei uns möglich ist. Obwohl grundsätzlich gilt, je früher, desto besser, kann man ein Sabbatjahr auch noch bis zu sechs Monate vor Beginn beantragen. Mit meinem Sabbatjahr trete ich aus dem Unternehmen aus. Gehalt gibt es in der Zeit nicht mehr, dafür aber eine Wiedereinstellungszusage. Die garantiert mir einen Arbeitsplatz im Unternehmen mit einem Aufgaben– und Vergütungsprofil, das dem entspricht, das ich vor dem Sabbatjahr hatte. Damit diese Zusage wirksam wird, muss ich mich spätestens sechs Monate vor Ende des Sabbatjahres entscheiden, ob ich meine Füße weiterhin in den Sand strecke oder wieder zurück ins Büro will. Falls ja, hilft mir die Personalabteilung bei der Suche nach einer neuen Position, da meine alte Stelle während meiner Abwesenheit nachbesetzt wird. Der Arbeitsplatz nach meiner Auszeit ist mir aber sicher – das ist das Schöne an diesem Angebot.

Pläne für ein Jahr

Eat, Pray, Love? „Paint, Travel and Exhale“ lautet mein Motto für die große Pause. Ich werde mich ausgiebig dem Yoga und Malen widmen, auf jeden Fall stehen Indien und Bali auf der Bucket List. Vielleicht geht’s aber auch an die Westküste der USA oder nach Neuseeland. Der Plan steht noch nicht komplett – aber das muss er auch gar nicht. Denn dafür habe ich ja jetzt ganz viel Zeit und Muse. Ich gehe ganz fest davon aus, zurückzukehren, und melde mich dann hier wieder mit einem Bericht.

 

Kommentare 1 - 4 (4)
Danke für Ihre Nachricht.
Caro
01
December
2017
Liebe Verena,

danke für deinen tollen Bericht. Du weißt, ich freue mich riesig für dich, dass du diese Möglichkeit nutzt und bin sehr gespannt, wohin es dich verschlägt. Genauso freue ich mich aber auch auf deine Rückkehr und die vielen Geschichten, die du dann sicher erzählen kannst :-).

Hab eine tolle Zeit und vergiss uns nicht :-)
Caro

Nataliia Melnychuk
01
December
2017
SUPER Bericht, Verena!
Viel Spaß ;)
Daniela
04
December
2017
Liebe Verena,
ganz große klasse was du machst und dich traust.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß und tolle Erfahrungen.


Stephan Schütz
10
December
2017
Liebe Verena, ein sehr schöner Beitrag. Ich wünsche dir alles Gute und wir freuen uns alle jetzt schon auf deine Rückkehr zu uns. :-)